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Welcher Tee bei Übelkeit? Die passenden Sorten für einen flauen Magen

22.07.2026
Lesezeit ca. 6 Minuten

Wenn der Magen flau wird, ist warmer Tee oft das Einzige, was noch geht. Kein Wunder, dass die Frage nach dem richtigen Tee bei Übelkeit so häufig gestellt wird, denn manche Sorten beruhigen den Magen spürbar, andere machen es schlimmer. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Tees sich bei Übelkeit bewährt haben, warum Ingwer der bekannteste Kandidat ist, wie du je nach Ursache auswählst, welche Trinktechnik bei Brechreiz hilft und wann ärztlicher Rat gefragt ist.

Welcher Tee bei Übelkeit? Die bewährten Sorten

Diese Tees werden bei Übelkeit traditionell eingesetzt, jeder mit einem eigenen Schwerpunkt:

  • Ingwertee: Der bekannteste Kandidat bei Übelkeit und einer der am besten untersuchten. Seine Schärfe kann bei sehr gereiztem Magen allerdings unangenehm sein.
  • Pfefferminztee: Wird traditionell bei Übelkeit und Magenkrämpfen getrunken, das Menthol wirkt frisch und beruhigend auf das Empfinden.
  • Kamillentee: Die milde Allzweckwaffe, wird bei gereizten Schleimhäuten und unruhigem Magen seit Generationen eingesetzt.
  • Fencheltee: Besonders magenfreundlich und mild, die richtige Wahl, wenn schon der Gedanke an Ingwer zu viel ist.
  • Melissentee: Zitronig frisch ohne Säure, angenehm bei nervös bedingter Übelkeit und für empfindliche Mägen.

Alle genannten Sorten sind Kräutertees und damit koffeinfrei, du kannst sie über den Tag verteilt trinken. Eine Auswahl in geprüfter Qualität findest du in unserer Kräutertee Kategorie.

Ingwer bei Übelkeit: Warum er so oft empfohlen wird

Unter allen Hausmitteln gegen Übelkeit ist Ingwer das mit der besten Datenlage. Seine Scharfstoffe, vor allem Gingerol, werden seit Langem untersucht, und mehrere Studien beschäftigen sich mit seiner Anwendung bei Reiseübelkeit und Übelkeit in der Schwangerschaft. Traditionell wird er in vielen Kulturen genau dafür eingesetzt, von der chinesischen Medizin bis zur europäischen Volksheilkunde.

In der Praxis lohnt sich die frische Variante: Zwei bis drei dünne Scheiben frischer Ingwer, mit kochendem Wasser übergossen und fünf bis zehn Minuten zugedeckt gezogen, ergeben einen kräftigen Aufguss. Getrockneter Ingwer funktioniert ebenfalls und ist praktischer für die Vorratshaltung. Ein Wort zur Dosierung: Bei starker Übelkeit ist weniger oft mehr, denn die Schärfe kann einen sehr gereizten Magen zusätzlich fordern. Starte mild und steigere nur, wenn es guttut.

Tee nach Ursache: Reise, Magenverstimmung oder Kater

Übelkeit ist ein Symptom mit vielen Ursachen, und je nachdem passt eine andere Auswahl. Bei Reiseübelkeit ist Ingwer die traditionelle Wahl, am besten schon vor der Fahrt getrunken und unterwegs in einer Thermoskanne dabei. Bei einer Magenverstimmung nach zu üppigem Essen sind Fenchel, Anis und Kümmel die Klassiker, oft als Mischung, ergänzt um Kamille.

Nach einer durchzechten Nacht steht dagegen etwas anderes im Vordergrund: Der Körper braucht vor allem Flüssigkeit und Mineralstoffe. Hier eignet sich ein milder Kräutertee mit einer Prise Salz oder besser eine Elektrolytlösung, während starker Schwarztee oder Kaffee den gereizten Magen eher belasten. Bei Übelkeit in der Schwangerschaft wird Ingwer traditionell eingesetzt, hier gelten allerdings eigene Empfehlungen zur Menge, die du am besten mit Hebamme oder Arztpraxis besprichst.

Kräutertee

Die richtige Trinktechnik bei Brechreiz

Wenn die Übelkeit so stark ist, dass Erbrechen droht oder bereits stattgefunden hat, entscheidet weniger die Sorte als die Art des Trinkens. Große Mengen auf einmal provozieren die nächste Welle, deshalb gilt die Regel: alle paar Minuten ein bis zwei Teelöffel, lieber häufig und wenig als selten und viel.

Lass den Tee dabei deutlich abkühlen, denn heiße Flüssigkeit reizt zusätzlich, lauwarm ist deutlich verträglicher. Verzichte außerdem auf starkes Süßen, größere Zuckermengen können den Magen zusätzlich belasten. Und ein praktischer Hinweis: Manchmal hilft schon der Duft. Halte die Tasse kurz unter die Nase und atme den Ingwer oder Pfefferminzduft ein, bevor du den ersten Schluck nimmst.

Zubereitung: Worauf es bei einem gereizten Magen ankommt

Bei Übelkeit ist die Zubereitung anders als beim normalen Genusstee. Gieße die Kräuter mit sprudelnd kochendem Wasser auf und lass sie fünf bis zehn Minuten zugedeckt ziehen, das Abdecken hält die ätherischen Öle im Aufguss statt sie an die Raumluft zu verlieren. Dosiere dabei eher zurückhaltend, denn ein sehr kräftiger Aufguss kann bei flauem Magen zu intensiv wirken.

Danach lass den Tee unbedingt abkühlen, bis er lauwarm ist. Heiße Flüssigkeit reizt einen empfindlichen Magen zusätzlich, und viele Menschen vertragen kühlere Getränke bei Übelkeit deutlich besser. Auf Milch verzichtest du besser ebenso wie auf größere Zuckermengen, ein Teelöffel Honig ist unproblematisch. Wenn dir schon der Geruch zu intensiv ist, verdünne den fertigen Tee einfach mit etwas Wasser, ein schwacher Aufguss, den du trinkst, hilft mehr als ein starker, der stehen bleibt.

Wann Übelkeit in ärztliche Hände gehört

Übelkeit ist meist harmlos und vergeht von selbst, es gibt aber klare Grenzen für die Selbstbehandlung. Ärztlicher Rat ist gefragt, wenn du über mehrere Stunden gar nichts bei dir behalten kannst, wenn starke Bauchschmerzen, hohes Fieber oder Blut im Erbrochenen auftreten, wenn die Übelkeit ohne erkennbaren Grund länger als zwei bis drei Tage anhält oder wenn Zeichen von Flüssigkeitsmangel wie Schwindel und starke Mattigkeit dazukommen.

Besondere Vorsicht gilt bei Babys, Kleinkindern, älteren Menschen und Schwangeren, hier sollte deutlich früher ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch wiederkehrende Übelkeit ohne klare Ursache gehört abgeklärt, denn dahinter können Erkrankungen stecken, die eine richtige Diagnose brauchen. Tee kann Beschwerden lindern, eine Ursache behandelt er nicht.

Häufige Fragen zu Tee bei Übelkeit

Welcher Tee ist am besten bei Übelkeit?

Ingwertee ist der bekannteste und am besten untersuchte Kandidat, gefolgt von Pfefferminze, Kamille und Fenchel. Bei sehr gereiztem Magen ist Fenchel oder Kamille oft angenehmer als der scharfe Ingwer. Wichtiger als die Sorte ist, in kleinen Schlucken und lauwarm zu trinken.

Hilft Ingwertee wirklich gegen Übelkeit?

Ingwer gehört zu den am besten untersuchten pflanzlichen Hausmitteln bei Übelkeit, mehrere Studien beschäftigen sich mit Reiseübelkeit und Schwangerschaftsübelkeit. Eine Garantie ist das nicht, und bei starker Übelkeit ersetzt er keine ärztliche Abklärung. Dosiere zu Beginn mild, denn die Schärfe kann empfindliche Mägen fordern.

Welcher Tee bei Übelkeit und Erbrechen?

Milde Sorten wie Kamille oder Fenchel, lauwarm und in ganz kleinen Schlucken. Alle paar Minuten ein bis zwei Teelöffel sind besser als eine ganze Tasse auf einmal. Wenn du über mehrere Stunden nichts bei dir behalten kannst, hol ärztlichen Rat ein, denn dann droht ein relevanter Flüssigkeitsverlust.

Ist Pfefferminztee gut bei Übelkeit?

Er wird traditionell dabei eingesetzt und viele empfinden das Menthol als angenehm beruhigend. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Bei gleichzeitigem Sodbrennen ist Pfefferminze ungünstig, weil sie den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen entspannen kann. Dann ist Kamille die bessere Wahl.

Fazit: Milde Sorten und kleine Schlucke

Bei Übelkeit haben sich vier Sorten bewährt: Ingwer als bekanntester Kandidat, Pfefferminze für die frische Note, Kamille und Fenchel für empfindliche Mägen. Entscheidend ist neben der Auswahl vor allem die Technik, nämlich lauwarm und in kleinen Schlucken zu trinken statt große Mengen auf einmal. Bei anhaltender oder unklarer Übelkeit gehört die Ursache in ärztliche Hände. Für die Hausapotheke lohnt sich ein kleiner Vorrat an losem Ingwer, Kamille und Fenchel, im Sortiment von Rootl findest du sie in geprüfter Qualität.